Rock the Blog 2017

ROCK THE BLOG 2017: Nur knappe 260 km ist unser Leipziger Büro vom Messegelände in Hannover entfernt. Doch auch bei 2600 km hätten wir den Weg in die Konferenzhalle 8 nicht gescheut. Denn im Rahmen der diesjährigen CeBIT hieß es für Blogger, Influencer, Publisher und Agenturen wieder: „Rock the Blog 2017“. Wir waren dabei und das ist unser Fazit im Recap!

Rock the Blog 2017 in Hannover

Als Agentur arbeiten wir jeden Tag mit Publishern und Influencern aus so ziemlich allen denkbaren Bereichen zusammen. Wir planen Kampagnen, erstellen gemeinsam großartigen Content und bringen Blogger und Unternehmen an einen Tisch.

Somit stand es für uns außer Frage, auch in diesem Jahr die Konferenz Rock the Blog 2017 der CeBIT in Hannover zu besuchen. Denn wo könnte man besser erleben, wie das Herz eines Bloggers schlägt, als in diesem Rahmen? 🙂

Der erste Eindruck

Die Veranstaltungen wurde in der Konferenzhalle 8 auf dem Messegelände als Bestandteil der CeBIT ausgerichtet. Auf drei Bühnen mit so wohlklingenden Namen wie SAKURA, GINKO und BAMBOO STAGE gaben erstklassige Sprecher ihr Wissen an die interessierte Zuhörerschaft weiter.

Und sie kamen! Während wir unsere Redakteurin und Content Managerin Janina in die Welt der Publisher und Blogger schickten, kamen zahlreiche Blogger aus allen möglichen Bereichen. Ihr Eindruck:

„Vor allem Mode-Blogger nutzten die Konferenz als Plattform um ihre außergewöhnlichen Designs auch mal offline und „zum Anfassen“ präsentieren zu können.“

Doch das Publikumsspektrum war breit gefächert. Instagramer trafen auf Reiseblogger, YouTuber saßen mit Affiliates an einem Tisch und Influencer aus der Automotiv-Branche lauschten gespannt den Social-Media-Profis.

Die Qual der Wahl

Schon Tage zuvor stellten wir uns unser Wunschprogramm zusammen. Denn von 10 Uhr bis 17.30 Uhr gab es parallel spannende Vorträge und Themen auf allen drei Bühnen. Nicht immer fiel es uns leicht, uns für einen Vortrag zu entscheiden.

„Viele sehr gute Themen begannen gleichzeitig. Als Besucher musste ich mich entscheiden. Doch die Wege zwischen den Bühnen waren kurz und so konnte ich mir die Rosinen herauspicken und habe nichts verpasst.“

Zeit zum Verschnaufen blieb nicht viel. An einen Vortrag schloss der nächste bereits nahtlos an.

Interactive Stations

Zwischen den drei Stages wurden von 13 und 18 Uhr die „Interactive Stations“ eröffnet. Hier hatte jeder die Möglichkeit, sich Tipps und Tricks von den Profis zu holen. Folgende Bereiche wurden dabei abgedeckt:

Legal Station:

Experten aus dem Bereich Recht und Datenschutz beantworteten geduldig alle Fragen rund um die Themen Urheberrecht, Haftungsrisiko und juristische Besonderheiten im Internet. Da ab Mai 2018 die neue EU-Datenschutzverordnung in Kraft tritt, gehörte dieser Bereich zu den wohl wichtigsten.

Social Station:

Werden Facebook und Co. bereits sinnvoll und effektiv genutzt? Wo gibt es noch Potential nach oben? Und sind in diesem Jahr wichtige Neuerungen zu erwarten? Diese und andere Fragen wurden an der Social Station beantwortet.

Seo Station:

Oh ja, SEO ist nicht Tod. Ganz im Gegenteil. So lange Google seine Metriken anpasst und verbessert, wird es immer auch für Online-Marketer ein Thema sein, Websites und Blogs suchmaschinengerecht aufzubereiten. Inzwischen steht nur noch der User und die Nutzererfahrung im Vordergrund – doch auch das will erstmal gelernt sein. Die Kollegen von Sistrix standen hier mit Rat und Tat zur Seite.

One Day, three Stages

Die Veranstalter CeBit und blogfoster haben in der Tat keine Mühen gescheut, spannende und vor allem authentische Redner auf die Bühne zu bekommen. Über 40 Programmpunkte fasste die Konferenz, darin mehr zwei Dutzend Sprecher.

„15 Rednern habe ich zugehört. Das kleine Notizheft aus dem Goodie-Bag von blogfoster hat da gar nicht ausgereicht. ;)“

Ob ein Vortrag über Chatbots oder eine Gesprächsrunde über den Sinn von Unternehmensblogs – die Themen waren sehr vielfältig. Auch wir haben bereits über den Nutzen von Unternehmensblogs berichtet. Auch Erfolgsgeschichte eines Segelbloggers, der mit authentischen Artikeln seine Leser begeistert, wurde spannend gestaltet.

Ein paar Perlen möchten wir vorstellen:

  • Von 0 auf 100.000: Jenny und Sebastian, die sympathischen Reiseblogger von 22.places, erzählten, wie sie sich innerhalb kürzester Zeit eine riesige Fangemeinde aufgebaut haben. Illusionen vom schnellen Reichtum schürten sie nicht. Ganz im Gegenteil. Hinter ihrem Erfolg steckt harte Arbeit. Aber auch viel Spaß!
  • Haftung und Blog: Ein Thema, dass sowohl Influencer und Publisher, als auch Agenturen und Unternehmen mehr und mehr berücksichtigen müssen, wurde von Dr. Johannes Struck gut verständlich aufbereitet – auch wenn so manches Fallbeispiel vom Juristen selbst kaum nachvollziehbar war und für einige Erheiterung im Publikum sorgte.
  • Der Unternehmensblog: Auf zwei Sofas fanden sich vier geladene Experten zum Thema Unternehmensblog zusammen. Wie auch die Social-Media-Betreuung wird auch der Aufwand für einen hauseigene Blog immer noch sehr oft unterschätzt. Die Sprecher nahmen es mit Humor.
  • PR richtig nutzen: Die PR-Expertin Claudia Scheffler-Perrone von Killer Press gab tiefe Einblicke in ihre PR-Arbeit und ließ keinen Zweifel daran, dass PR und Marketing zwar nicht das gleiche sind,  jedoch stets Hand in Hand gehen sollten.
  • Bloggen und Recht: Und noch einmal zogen uns juristische Fragen in ihren Bann. Rede und Antwort stand dabei Dr. jur. Thomas Schwenke, bekannt auch durch seinen Blog I LAW it. Wie müssen Werbehinweise gekennzeichnet werden? Was ist Schleichwerbung? Und welche Risiken sind damit verbunden? Hier wurde auch der letzte Juramuffel hellhörig.

Reichweite vs. Interaktion, wie man den passenden Influencer findet, Blogger Relations und was sie 2017 bedeuten, YouTube-Marketing für Unternehmen, Markenaufbau… das Themenspektrum war so vielfältig, dass allein darüber ein ganzer Artikel (und noch mehr) geschrieben werden könnte.

Fazit und Wünsche

Die Rock the Blog 2017 sprach nicht nur wichtige Themen für Blogger, sondern auch uns als Agentur zwischen den Unternehmen und Influencern an. Viele Themen griffen unglaublich gut ineinander und wir konnten viele neue Impulse und Ideen davon mitnehmen. Das Programm war reichhaltig und bot für jeden etwas (und für andere vieles).

Das kompakte Format war Segen und Fluch zugleich. Denn so bot sich nur wenig Gelegenheit, mit anderen Besuchern mehr in Kontakt zu treten. Ein kurzer zeitlicher Rahmen, in dem genau dieser Faktor des meet & greet in den Fokus gestellt wird (vielleicht in Gestalt eines gemeinsamen Lunches), wäre dafür sicher bereits ausreichend. So würde die Konferenz  auch zu einer Plattform des Networkings. Vielleicht ein Anreiz für die Block the Rock 2018!